Schnarchen

Schnarchen ist nicht nur ein partnerschaftliches Problem, sondern auch ein medizinisches. Bundesweiten Schätzungen zufolge schnarchen über 20 Millionen Männer und Frauen und machen allnächtlich das Leben ihrer Partner zur Hölle. Doch bei knapp 3 Millionen Schnarchern stoppt immer wieder der Atem, diese Menschen leiden an einer sog. "Schlafapnoe". Dies gefährdet die Gesundheit der Betroffenen. Aber es gibt auch neben diesen "krankhaften Schnarchern" sog. "gewohnheitsbedingte Schnarcher". Deshalb unterscheidet der Schlafmediziner zwei Schnarchtypen: den habituellen (gewohnheitsbedingten) Schnarcher und den krankhaften Schnarcher (Schlafapnoiker).

Während der habituelle Schnarcher keine Tagessymptome aufweist und morgens ausgeschlafen ist, hat der Schlafapnoiker oft das Gefühl, überhaupt nicht geschlafen zu haben, viele Symptome deuten auf eine "Schlafapnoe" hin, doch nicht alle kann der Betroffene selbst feststellen.

Für den Schnarcher selbst sind deutlich zu spüren:
Einschlafneigungen am Tage, morgendliche Abgeschlagenheit, morgendliche Mundtrockenheit und Kopfschmerzen, Potenzstörungen, nächtliches Wasserlassen.

Für den Partner sind wahrnehmbar:
Intellektuelle Leistungsminderung, Persönlichkeitsveränderung, unregelmäßiges und lautes Schnarchen mit längeren Atempausen.

Wie entsteht ein Schnarchen?

Das Geräusch -mehr oder minder laut- entsteht, wenn der Schlafende durch den geöffneten Mund atmet und das Gaumensegel -es erschlafft während des Schlafes- in Schwingung gerät. Ursachen können sein: vergrößerte Rachen- bzw. Gaumenmandeln, eine Verkrümmung der Nasenscheidewand oder ein starker Schnupfen.

Gefährlich wird das Schnarchen, wenn gerade bei starken, fast immer sehr lauten Schnarchern die Zunge immer weiter nach hinten rutscht und die erschlafften Weichteile im Rachen die Luftröhre komplett blockieren. Eine Art Kettenreaktion wird in Gang gesetzt. Denn als nächstes setzt der Atem aus, was zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff führt. Dies belastet den Körper erheblich. Apnoiker fühlen sich unausgeschlafen, leiden häufig an Kopfschmerzen, langfristig stellen sich Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz ein, bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall.

In der HNO-Gemeinschaftspraxis Hanau findet sowohl Diagnostik als auch Therapie von Schnarchen statt.