Paukenröhrchen
Bei Ihrem Kind wurde Flüssigkeit im Mittelohr festgestellt und / oder es leidet häufig an Mittelohrentzündung. Die Flüssigkeit behindert die Trommelfellschwingungen, die Hörfähigkeit ist dadurch eingeschränkt. Durch das Einsetzen eines Paukenröhrchens kann die Flüssigkeit wieder ablaufen (Drainagewirkung). Ihnen wurde für Ihr Kind dieser Eingriff empfohlen.
Zu beachten
Mit dem Paukenröhrchen ist eine von der Natur nicht vorgesehene Verbindung zwischen Körperinnerem und Außenwelt geschaffen worden, die eine vermehrte Aufmerksamkeit erfordert.
In Kürze
- Duschen: ohne Schutz möglich
- Waschen: ohne Schutz möglich
- Fliegen: problemlos möglich
- Schwimmen (oberflächlich): ohne Schutz möglich
- Kopf unter Wasser (bis 60 cm): ohne Schutz möglich
- Sauna: problemlos möglich
- Sport: problemlos möglich / Info an Schwimmlehrer
- Gehörgangsstöpsel: nicht nötig (nur wenn wiederholt gelbliche Flüssigkeit aus dem Ohr läuft (Ohrenlaufen) und bei tiefem Tauchen)
- Röntgen: problemlos möglich
- Kernspintomographie (MRT): bei Kunststoff-, Titan- und Goldröhrchen problemlos möglich
- Computertomographie (CT): problemlos möglich
Entfernung des Röhrchens
Nach Ausheilung der Erkrankung wird das Röhrchen entfernt. Ein größerer Teil der Röhrchen fällt nach einiger Zeit alleine heraus. Andere Röhrchen können durch Sekret aus dem Mittelohr verstopfen, sind dann funktionslos und müssen vorzeitig entfernt werden.
Das Entfernen erfolgt oft nach 6 - 12 Monaten und ist mit einem meist kurzen Schmerz verbunden, so dass insbesondere bei kleinen Kindern diese Massnahme in einer Kurznarkose erfolgt. Die verbleibende Öffnung schließt sich fast immer innerhalb kurzer Zeit. Gelegentliche Kontrollen sind jedoch sinnvoll.